Die Beweglichkeit ist von der Ausprägung der Gelenkigkeit und Dehnungsfähigkeit abhängig. Durch ihre Ausbildung ist eine Vergrößerung der Bewegungsamplitude in jedem Gelenkbereich möglich. Die Gelenkigkeit wird ausschließlich von der Struktur des Gelenkes beeinflusst und ist erblich bedingt.

Sie kann nur im Rahmen langjähriger Anpassungsprozesse geringfügig verändert werden. Die Dehnungsfähigkeit bezieht sich auf Muskeln, den Sehnen-, Bänder- und Kapselapparat. Der Sehnen-, Bänder- und Kapselapparat lässt sich wegen der Materialbeschaffenheit nur geringfügig in seiner Dehnungsfähigkeit verbessern.

Das Hauptziel jeder Trainingsanstrengung sollte die Elastizitätsverbesserung des Muskels sein, zumal hier die größten Reserven bestehen (Dehnung bis zum Zweifachen seiner Normallänge ist möglich). Mit einem richtig durchgeführten Beweglichkeitstraining wird immer eine Verbesserung der neuromuskulären Koordination einhergehen. Die Schüler können wegen der vergrößerten Bewegungsamplitude sportliche Bewegungen ökonomischer und technisch einwandfrei durchführen. Eine richtige Bewegungsvorstellung wird auch immer von der jeweiligen Ausprägung der Beweglichkeit abhängig sein.

Falsche Sitzhaltung und hartes Training führen oft zu Verspannungen und Bewegungseinschränkungen. Ein gezieltes Beweglichkeitstraining kann sehr schnell zur Besserung der Beschwerdebilder führen und sogar mögliche Überlastungs- und Erschöpfungszustände verhindern.

- Es ist bekannt, dass die Beweglichkeit auch von den jeweiligen Umgebungstemperaturen abhängig ist. Man kann also davon ausgehen, dass die Häufigkeit von Sportverletzungen auch von den klimatischen Einflüssen beeinflusst wird. Bewegungseinschränkungen, bedingt durch kühle Temperaturen, sollten durch längeres Aufwärmen (auch Dehnungsübungen) weitestgehend vermieden werden. So können Sportverletzungen bei kühler Witterung auf natürliche Weise vermieden werden.

- Zusammenfassend kann festgestellt werden, dass eine gut ausgeprägte Beweglichkeit den Schul- und Leistungssport treibenden Schüler zu größeren Leistungen befähigt und die Verletzungsanfälligkeit stark vermindert. Eine Ökonomisierung der Bewegungsabläufe wird beide in die Lage versetzen, mit den Belastungen des täglichen Lebens und des Sportes besser fertig zu werden.