Unter muskulären Dysbalancen versteht man im allgemeinen ein Ungleichgewicht zwischen der tonischen und der phasischen Muskulatur bzw. Schwächen in der Kinetischen Kette als Folge von exogenen und endogenen Faktoren. Die tonische Muskulatur hat als Hauptaufgabe Haltefunktionen zu erfüllen und reagiert auf Fehl- und Überlastung relativ schnell mit einer Tonuserhöhung und daraus resultierender Muskelverkürzung. hier gehts weiter »

Übergewicht, falsche Sitzhaltung, Formfehler und Fehlstellungen zählen zu den bekanntesten Ursachen von erhöhten Gelenkbeanspruchungen. Gelenkbelastend kann sich auch eine qualitativ und quantitativ unzureichende Muskelführung auswirken. Im Schulleben kommt es durch einseitige Arbeitsbelastung und im Leistungssport durch ein fast ausschließliches Auftrainieren der leistungsbestimmenden Muskulatur zu einer Verkürzung der Agonisten (Muskel, der die Hauptkraft erbringt) und einer Abschwächung der Antagonisten (Gegenspieler des Agonisten). Die Folge ist eine ungleichmäßige Ausbildung von Agonisten und Antagonisten und eine daraus resultierende muskuläre Dysbalance. hier gehts weiter »